suche
suchen
schließen

Workshop 3 - Pilotumsetzung für ein digitales Freizeitwegemanagement in Lasberg am 29. Jänner 2026

Am 29. Jänner 2026 trafen sich in Lasberg VertreterInnen aus Gemeinden, Tourismus, LEADER-Management, Wegewartewesen, Reitregionen und regionalen Organisationen. Ziel des Workshops war es, die Anforderungen an ein zukünftiges digitales Wegemanagement-System zu konkretisieren und anhand des Johanneswegs sowie des Pferdeeisenbahnwanderwegs praxisnah zu überprüfen.

Die beiden Pilotwege machten zentrale Herausforderungen sichtbar: unklare Zuständigkeiten, teilweise fehlende Gestattungsverträge, Nutzungskonflikte zwischen Wandern, Mountainbiken und Reiten sowie Schwierigkeiten bei der Kommunikation von Sperren und Umleitungen. Auch der begrenzte Einfluss auf Outdoorplattformen und die nicht immer abgestimmte Darstellung von Routen wurden als wesentliche Themen identifiziert.

In zwei Arbeitsgruppen wurden die Perspektiven der Wegewarte sowie der Gemeinden, des Tourismus und der Regionalentwicklung zusammengeführt. Dabei zeigte sich, dass das große Engagement der Beteiligten derzeit häufig auf persönlichen Kontakten, individuellen Lösungen und analoger Dokumentation basiert. Lange Meldewege, getrennte Datenquellen und nicht eindeutig geregelte Verantwortlichkeiten erschweren eine schnelle und nachvollziehbare Bearbeitung.

Als Ziel wurde eine zentrale digitale Lösung formuliert, die Wegestatus, Schäden, Sperren, Wartungen und Zuständigkeiten übersichtlich abbildet. Gleichzeitig sollen einheitliche Prozesse, klare Ansprechpersonen und eine bessere gemeindeübergreifende Zusammenarbeit geschaffen werden. Damit sollen Informationen künftig schneller weitergegeben, Haftungsfragen besser dokumentiert und das ehrenamtliche Engagement gezielt unterstützt werden.

Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Systemskizze – insbesondere der Organisationsstruktur und des Zusammenspiels der relevanten AkteurInnen im Mühlviertler Wegemanagement – sowie in die Auswahl geeigneter digitaler Werkzeuge ein. Parallel werden die Abstimmungen zu den Geodaten, möglichen Schnittstellen und einer oberösterreichweiten Systemlösung fortgeführt.