Am 25. November 2025 trafen sich in Linz VertreterInnen aus Tourismus, LEADER-Management, Gemeinden, Wegemanagement, Alpenverein sowie Fachleute aus den Bereichen Geodaten und Digitalisierung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Technologien künftig besser vernetzt und für ein professionelles Freizeitwegemanagement sowie eine gezielte BesucherInnenlenkung genutzt werden können.
Ein Praxisbeispiel vom Weissensee zeigte, wie wichtig eine gemeinsame Datenbasis, der Zugriff aller beteiligten AkteurInnen und die enge Verbindung von lokalem Wissen mit digitalen Systemen sind. Diskutiert wurden insbesondere die Aktualisierung von Wegedaten, die Darstellung von Sperrungen, die Weitergabe von Änderungen an Tourenplattformen sowie die klare Regelung von Zuständigkeiten.
Als Zielbild ist ein einheitliches weites Wegemanagement-System geplant. Dieses soll auf qualitätsgesicherten Geodaten basieren, offene Schnittstellen zu Tourdata, OpenStreetMap und weiteren Plattformen bieten und Änderungen automatisiert an Gäste- und Touren-Apps weiterleiten. Zusätzlich sollen Schäden, Sperrungen, Wartungen, Gefahrenstellen und Linienänderungen strukturiert dokumentiert werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rollenverteilung: Wegewarte sollen Schäden und Sperrungen erfassen, Gemeinden strukturelle Änderungen freigeben und der Tourismusverband die Koordination sowie Qualitätssicherung übernehmen. Land Oberösterreich und OÖ-Tourismus sollen technische Standards und einheitliche Prozesse schaffen.
Der Workshop setzte damit wichtige Impulse für das Zukunftsbild „Mühlviertler Wegemanagement 2030“: ein gemeinsames System, klare Abläufe, kurze Reaktionszeiten und transparente Informationen für Gäste. Als nächste Schritte wurden die Klärung der zentralen Datengrundlage, die Bereinigung fehlender Wegedaten, die Definition von Verantwortlichkeiten und die weitere Prüfung einer oberösterreichweiten Systemlösung vereinbart.
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