Das Bild zeigt zwei Personen, die von einem Hopfenfeld stehen.

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Einzigartig in Europa: Die Braucommune Freistadt

Wie bereits vor über 200 Jahren gehört die Brauerei Freistadt der Braucommune und somit den 149 Hausbesitzern der Freistädter Innenstadt. Damit ist sie die einzige Firma in Europa mit einer derartigen Rechtsform – und auch so etwas wie der Gegenentwurf zu internationalen Konzernen.

Die Geschichte der Braucommune geht bis zur Gründung von Freistadt im Jahre 1220 zurück: Damals bekamen die 149 Häuser der Altstadt auch das Braurecht verliehen. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Stadt, während die Braustätten immer weniger wurden. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es schließlich nur mehr zwei Brauhäuser, die aber den Bedarf an Bier nicht mehr stillen konnten. Also trafen die 149 Hausbesitzer eine bis heute folgenschwere Entscheidung – im positiven Sinne: Man gründete die Braucommune, kaufte ein Grundstück und begann 1770 mit dem Bau des Brauhauses. Die Gesamtmenge von 6390 Eimern Bier wurde – wahrscheinlich nach dem damaligen Bierbedarf der Stadt – auf die verschiedenen Häuser aufgeteilt.

 

Anteile im Grundbuch eingetragen

Der Eimer (1 Eimer=56 Liter) ist auch heute noch jenes Maß, in dem die Anteile der Besitzer angegeben werden. Diese Anteile sind im Grundbuch eingetragen: Verkauft jemand sein Haus in der Freistädter Altstadt, verbleiben die jeweiligen Eimer am Haus. „Es ist praktisch unmöglich, dass ein großer Konzern die Braucommune übernimmt. Dazu müsste er die gesamte Freistädter Altstadt kaufen“, erklärt der Geschäftsführer der Brauerei, Ewald Pöschko.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

„Braunutzen“ für die Besitzer

Im Gegensatz zu früher werden die „Brauinteressenten“, wie die Besitzer der an der Braucommune beteiligten Häuser genannt werden, heute nicht mehr in Naturalien ausbezahlt. Statt Bier bekommen sie den „Braunutzen“, der einer Dividende entspricht. Deren Höhe richtet sich nach dem geschäftlichen Erfolg der Brauerei.

Auf die Geschichte der Braucommune sei man stolz, sagt Ewald Pöschko. Doch mindestens so wichtig wie die Vergangenheit sei für ihn die Gegenwart und die Zukunft. Denn heute präsentiert sich die Brauerei Freistadt wirtschaftlich gesund und bestens aufgestellt. Nach schwierigen Jahren Ende der 70er und Anfang der 80er-Jahre sei man heute der zweitgrößte Arbeitgeber in Freistadt und eine Marke, deren Strahlkraft weit über die Grenzen des Bezirks hinausreicht. Seit den 2000er-Jahren geht es stetig bergauf, wobei vor allem die Landesausstellung 2013 einen großen Schub mit sich brachte. Das Brauhaus wurde komplett saniert: das neue Sudhaus ist einzigartig in ganz Österreich und die im Gebäude untergebrachte Gastronomie zieht auch viele Menschen an. „Mit 15.000 Besuchern, die jährlich zu Brauereiführungen oder in die Bier-Akademie kommen, sind wir auch ein großer Tourismusfaktor“, berichtet Ewald Pöschko.

Die Braucommune ist für Pöschko kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern ein Garant dafür, das kulturelle Erbe der BierWeltRegon Mühlviertel zu bewahren: Und damit ist nicht nur  die Vielfalt an Bieren gemeint, die aus erlesenen Zutaten und nach bestem Wissen und Gewissen gebraut werden. Auch die Kultur in Form von Kunstwerken – etwa der Glasreliefwand im Sudhaus oder dem Brunnen von Prof. Arik Brauer – ist Pöschko ein Anliegen. Denn „nur von Beton, Glas und Edelstahl alleine wird man nicht glücklich. Der Mensch braucht auch Futter für die Sinne.“     

 

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Braucommune Freistadt

Brauhausstraße 2
4240 Freistadt

+43 7942 75 7 77
office@freistaedter-bier.at
www.freistaedter-bier.at

Öffnungszeiten:
täglich ab 9:00 Uhr

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